Mein kleiner Aprilscherz rund um den „Ennser Kleinkunstpantoffel“ (den ich übrigens erfunden habe😅) hat größere Kreise gezogen, als ich gedacht hätte. Schon bald nach den Posts kamen die ersten Reaktionen, und spätestens zu Mittag wurde mir klar: Der Scherz funktioniert. Die vielen Glückwünsche haben mich ehrlich berührt und gleichzeitig nachdenklich gemacht.

Beim Lesen hatte ich sehr gemischte Gefühle. Da war Freude, weil sich so viele Menschen mit mir gefreut haben. Da war Überraschung, weil mir auch Personen geschrieben haben, die sich selten zu Wort melden und von denen ich gar nicht wusste, dass sie meine Postings verfolgen. Und da war auch ein wenig schlechtes Gewissen. Ich bin einfach eine ehrliche Haut, und ich habe gemerkt: Sogar ein Aprilscherz fällt mir nicht so leicht. Schon als der erste Glückwunsch eintrudelte, habe ich kurz überlegt, ob ich nicht sofort auflösen sollte.
Was mich besonders bewegt hat: Offenbar trauen mir viele mehr zu, als ich mir selbst manchmal zutraue. Kommentare wie „Zurecht! Großartig!“, „Endlich! Freue mich aufrichtig, mir haben deine Programme immer schon gefallen!“ oder „So. So. Cool! Dein Mut wird belohnt. Ich freue mich so sehr für dich!“ haben mir gezeigt, wie sehr ihr mich und meine Arbeit wertschätzt. Eure Rückmeldungen haben mich sehr gefreut und auch herausgefordert. Vielleicht sehen andere in mir und meiner Arbeit manchmal klarer, was möglich ist!

Spannend war für mich auch, wie viele die Auflösung gar nicht gelesen haben. Der Weg von Instagram (oder einem anderen Social Media Kanal) zur eigenen Webseite scheint länger zu sein, als man denkt. Viele bleiben bei Bild, Überschrift oder kurzem Text hängen. Wer weiterlesen möchte, müsste bewusst noch einen Schritt weitergehen. Gerade dort aber steckt oft das Eigentliche: der Zusammenhang, die zusätzlichen Informationen – und in diesem Fall eben auch die Auflösung.
Ich nehme aus diesem Aprilscherz also mehr mit als nur einen lustigen Moment. Zum einen Dankbarkeit für all die lieben und ermutigenden Nachrichten. Zum anderen die Erkenntnis, wie Social Media funktioniert – schnell, direkt, manchmal auch leider etwas oberflächlich. Und schließlich einen kleinen Schubs in eine Richtung, die vielleicht längst schon überfällig war.
Darum möchte ich heute von ganzem Herzen DANKE sagen! Für eure Glückwünsche, eure Freude und euer Vertrauen. Ihr habt mir mit euren Reaktionen Mut gemacht. Und vielleicht wird ja aus einem kleinen Scherz jetzt Ernst und ich bewerbe mich heuer tatsächlich für die nächste echte Ennser Kleinkunstkartoffel!
Außerdem hoffe ich, dass ihr mir nicht böse seid und mir mein kleines Aprilscherzerl verzeiht!





Hi Sabine,
ich musste gerade herzhaft über deinen Aprilscherz lachen. Die besten Geschichten schreibt wohl das Leben selber.
Mir kam gerade nur in den Sinn, dass zumindest manche Reaktionen ja ebenso „scherzhaftes“ Mitspielen deines Scherzes gewesen sein könnten und frage mich, wer dann auf wen reingefallen ist. 🤣
Ich bin mir jedoch seeehr sicher, dass dir alle einen Preis für deine Programme von Herzen gönnen würden! Da steckt nämlich dein Herz drin!
Herzliche Grüße Katharina (ehem. Truemoments-Schulclownin Fiene)
Liebe Katharina!
Vielen Dank für deine Rückmeldung! Das dachte ich bei ein paar Antworten auch, bei einer Person war ich mir sogar total sicher, dass sie mir auf die Schliche gekommen ist und ihre Antwort war auch sehr humorvoll. Nach meinem zweiten Artikel hat sie mir aber noch einmal geschrieben und sie ist offensichtlich auch darauf reingefallen. 😅 Ich selbst bin übrigens auch eine perfekte Aprilscherzkandidatin, viel zu leichtgläubig. 😂
Und ja, ganz viele würden mir den Preis gönnen und das hat mich sehr berührt.
Liebe Grüße und alles Liebe für dich!
Sabine